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nach 2 Nächten wurden die Seile durchgeschnitten . . .





Sept. 2013


Unsere Beteiligung beim Golfturnier in Fleesensee: Lesen Sie: Spiegel online v. 20.8.2012 von Rachel Stern
http://www.spiegel.de/international/germany/german-golf-tournament-raises-money-to-fight-xenophobia-a-851073.html




Nordkurier - Demminer Zeitung

Artikel vom 23.08.2011


Spende erlaubt Holzboden
Leo Kraus vom proVie-Theater Hohenbüssow (links) freute sich über den 4000-Euro-Scheck, den Landrat Siegfried Konieczny und Sparkassen-Filialdirektorin Gerlinde Schlecker gestern übergaben. Foto: Kirsten Gehrke
Hohenbüssow (kis).

Über eine Förderung von 4000 Euro der Sparkassen-Stiftung Neubrandenburg-Demmin durfte sich gestern das proVie-Theater Hohenbüssow freuen. Landrat Siegfried Konieczny (Die Linke) und Sparkassen-Filialdirektorin Gerlinde Schlecker überreichten den Scheck an Theaterleiter Leo Kraus. Konieczny würdigte die Arbeit des Ensembles. Er habe großen Respekt. Denn der Verein setze unter anderem dort an, wo es große Problemlagen gebe. Mit dem Afrika-Projekt für Toleranz und gegen Gewalt in den Schulen engagiere sich proVie bei der Erziehung von Kindern und trete gegen Rassismus ein. Die Auftritte würden die Kinder begeistern und Wirkung hinterlassen. Bis Neubrandenburg und Mecklenburg-Strelitz seien sie in den Schulen mit ihrem Projekt unterwegs, sagte Kraus. Mit Kinder und Jugendlichen zu arbeiten, sei inzwischen ihr Hauptgebiet. Im Sommer werde der Veranstaltungsort Hohenbüssow bespielt. "Hier ist der Ort, wo wir uns Spaß und Spiel gönnen", so Kraus. Dank des Geldes der Sparkassen-Stiftung könne sich der Verein jetzt den "Luxus" leisten, den Holzboden des kleinen Theaters zu erneuern. Ebenfalls dank einer weiteren Spende konnte proVie die vom Bauamt geforderten Brandschutzauflagen jetzt erfüllen. Seit zwei Monaten hat die Decke des alten Speichers Brandschutztafeln. Die Platten seien von oben angebracht worden. Zudem sei der Treppenraum abgetrennt, und eine Brandschutztür führe nach oben.

"Hier ist der Ort, wo wir uns Spaß gönnen."



Nordkurier - Demminer Zeitung

Artikel vom 23.08.2011


Theater sieht Wechsel als Rückschlag
Hohenbüssow (kis).

Leo Kraus, Leiter des proVie-Theaters Hohenbüssow, sieht der Kreisgebietsreform mit gemischten Gefühlen entgegen. Er sei traurig, dass sie vom Landkreis abgetrennt werden, der zur Mecklenburgischen Seenplatte wechselt. "Das ist für uns ein Rückschlag", sagte er gestern beim Zusammentreffen mit dem Demminer Landrat Siegfried Konieczny (Die Linke). Lange habe der Verein mit den Ämtern kämpfen müssen, anfangs keine Hilfe bekommen. Inzwischen werde das Theater akzeptiert und unterstützt, habe sich einen Namen gemacht. Den Veranstaltungsort am Leben zu halten, koste viel Energie.

Im neuen Kreis Südvorpommern befürchtet er, dass der Kampf von vorn los geht. In Demmin kenne er die Bereiche und Sachbearbeiter, wisse er, an wen er sich wenden muss. Mittlerweile sei die Zusammenarbeit von beiden Seiten gut. Kraus würde sich wünschen, dass weiter der Kontakt in Richtung Seenplatte bestehen bleibt. Das hofft auch Landrat Konieczny. "Ich lasse Sie äußerst ungern in einen anderen Landkreis ziehen", meinte er.

"Ich lasse Sie äußerst ungern ziehen."



Tollensetal

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3.3.09




Tollensetal



11.9.08
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26.8.08
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23./24.8.
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Viel Spaß auch ohne Badezimmer
Nordkurier - 10.08.2007 Von Silke Voß Hohenbüssow. Aus den verschiedensten Teilen Europas sind junge Leute wieder ins kleine Hohenbüssow gereist, um ihren Horizont zu erweitern - um etwas Neues kennenzulernen, andere Menschen und Kulturen kennenzulernen, auch sich selbst kennenzulernen. Das Theaterspiel im Rahmen eines Workcamps bietet ihnen dazu eine spannende, amüsante und vielsagende Bühne, wie zum Beispiel gestern bei einer kleinen multikulturellen, ein wenig parodistischen Vorstellung des Herkunftslandes der Teilnehmer zu erleben war. Christina aus Barcelona führte einen Tanz, die Sardana, aus ihrer katalonischen Heimat Barcelona vor, verwandelte sich aber auch in eine andalusische Flamenco-Tänzerin, ahmte die "Tänze" der Matadore mit dem Stier bei einer Corrida (Stierkampf) nach und erklärte, wie Paella zubereitet wird, das typisch spanische Reisgericht. Maja aus Georgien führte temperamentvoll einen georgischen Tanz auf, Lore aus Poitier und Jan aus Marseille in Frankreich sangen mit viel Humor ein französisches Kinderlied und gemeinsam mit Maja trugen sie dann noch ein "schmutziges" französisches Lied vor. Claudia Kloy, artistische Leiterin des Workcamps, ProVie-Schauspielerin und sonst Lehrerin für Darstellendes Spiel an einer Kreativitätsschule in Berlin, zeigte mit Tabea aus Greifswald, was Bürokratie in Deutschland bedeutet. Am Ende dieser bislang noch fragmentarischen, teils spontanen Inszenierungen und parodistischen Talente-Shows soll es eine theatralische Modenschau mit vielen Konflikten und egozentrischen Selbstdarstellungen bei ganz einfachen Mitteln werden, denkt sich Theaterleiter Leo Kraus. Diese Performance bildet den Abschluss des Camps am Wochenende um den 24. August in einer Art internationalem Restaurant mit musikalischen und leiblichen Leckerbissen. Teile der Show will die Truppe bereits mit Straßentheater am Hafen in Waren, auch an der Ostsee und als Performance auf dem Hof "Longo Mai" in Stubben aufführen. Die jungen Leute haben viel Spiel-Lust und bringen teilweise den richtigen Hintergrund für diese Art Camp mit: Eine zum Beispiel studiert Kunst, einer spielt Gitarre. Gute Voraussetzungen für das Gelingen eines Camps also. Zumal vor allem die Westeuropäer offen seien für die einfachen Wohn-Bedingungen in Hohenbüssow und sich daran freuen. Für Maja aus Georgien hingegen ist Hohenbüssow ein ganz anderes Deutschland als das, was sie als Querflötenspielerin in einem Orchester bereits in Trier, Saarbrücken und als Austausch-Schülerin in Würzburg kennengelernt hat. "Für mich ist das hier nicht exotisch", spricht Maja in dem gutem Deutsch, das sie neben Russisch in der Schule gelernt hat. "Zu Hause muss ich Wasser aus dem Fluss holen, wir haben viele Pferde zu versorgen und laufen barfuß." Am Anfang ein wenig enttäuscht war auch eine Spanierin - sie wusste nicht, dass es in Hohenbüssow keine Badezimmer gibt. Offenbar ein Versäumnis der Austauschorganisation NiG in Rostock, die Informationen über die Camp-Bedingungen nur unvollständig weitergeleitet haben sollen, so Leo Kraus. Mittlerweile habe sich die Spanierin aber daran gewöhnt. Überhaupt möchte Leo Kraus die jungen Leute erst einmal an diesem Ort ankommen lassen. Zwar werden sie noch mit Tabea in deren Heimatstadt Greifswald und dort Stadt, Hafen und Leute kennenlernen. Manche bekommen aber erst einmal einen Schreck: O je, so mitten auf dem Land, was macht man hier nur? Die jungen Leute sollen jedoch Zeit haben, sich auf den Ort einzulassen. "Dann merken sie, dass ganz viel aus ihnen selbst kommt", so Kraus. Ein anfänglicher Kritiker habe ihm geschrieben und sich bedankt: Hier habe er fürs Leben gelernt. An geselligen Begegnungen mangelt es dennoch nicht: Gegenseitige Besuche mit Camp-Teilnehmern in Schmarsow sorgen für interessanten Austausch, und ein Spontankonzert mit Gitarrist und Sänger Henri Stabel im Mandala für internationale Ausgelassenheit.

--"Provinzposse" mit offenem Ausgang
Nordkurier - 11.07.2007, Silke Voß Nicht nur "bodenrechtliche" Spannungen bestehen zwischen dem ambitionierten Hohenbüssower Dorftheater namens "ProVie" und den Behörden. Von silke voss Hohenbüssow. Eine Gauklertruppe wird bedroht. Sie soll verschwinden, ihren Platz verlassen. Doch dann wäre ihre Existenz gefährdet. So die Quintessenz des "Gauklermärchens". Die vielschichtige Geschichte von Michael Ende im Repertoire des "proVie"-Theaters Hohenbüssow (Landkreis Demmin) ist zugleich eine beziehungsreiche Parabel auf die Situation der kleinen Bühne. Das ambitionierte Theater im romantischen Tollensetal um Regisseur und Schauspieler Leo Kraus, der zwischenzeitlich am Kammertheater Neubrandenburg engagiert war, hat seinen Namen aus dem Französischen "pro vie" (für das Leben). Der Name ist Programm: Denn das Spiel mit Laien, zumeist Lebenskünstlern, ist ungemein lebendig und fantasievoll. Ableiten ließe sich der Name "proVie" auch aus "provinzalisch" - denn die Stätte liegt in einem kleinen weltvergessenen Dorf, das einst Heilbad war. Zugleich steht "proVie" für "provisorisch", "improvisatorisch". Was einerseits den Charme der Aufführungen ausmacht, für die ein uriger Speicher als Bühne dient. Der Speicher andererseits ist die Krux: Wegen diesem hat der Landkreis ein Spielverbot über das Theater verhängt. Denn das Areal um den Speicher ist "Wohngebiet" - und das trotz meist ähnlicher Gebäude, eines Friedhofs, viel Brachlands ringsum und sonst wenig Kultur in der Region. "Bodenrechtliche Spannungen" etwa würde viel Publikumsverkehr nach sich ziehen, so eine amtliche Begründung. Nun denkt Kraus aber nur an eine kleine Kunstbühne mit bis zu 20 Veranstaltungen jährlich. Auflagen wie Sanitäreinrichtungen und Parkmöglichkeiten habe er indes erfüllt. Auch die Lautstärke der kleinen, aber feinen Aufführungen ist relativ gering. Zwar hat Landrat Frieder Jelen (CDU) bekräftigt, das Theater zu unterstützen, doch das Spielverbot besteht zäh weiter - seit Jahren schon. Lediglich der Vorsitzende des Kreis-Kulturausschusses der Grünen, Georg Nikelski, spricht öffentlich von einer "bühnenwürdigen Provinzposse, wenn dem Engagement der Hohenbüssower Theatertruppe von bemerkenswert hohem künstlerischem Nivaeu mit der Baurechtskeule ein dramatischer Abgang für immer bereitet" werden würde. Von einem Theatermacher könne man schließlich nicht verlangen, dass er sämtliche Züge des Verwaltungsrechts kenne. Bemerkenswert ist indes, wie wenig der Theaterleiter sich entmutigen lässt. Eine Bestätigung der Qualität der Aufführungen und Anerkennung des Faktes, dass irgendwo im dünnbesiedelten Vorpommern ein Dorf Theater macht, spiegelte sich jüngst im Interesse der Bundeskulturstiftung, "proVie"-Projekte zu fördern, wider. Dass die Stiftung jedoch wieder Abstand von ihrem Vorhaben genommen hat, weil das Theater eben nicht über eine "richtige" Spielstätte verfügt und neue Produktionen daher vorerst nicht verlässlich eingeplant werden können, lähmt Kraus nicht. In Kohlhaasscher Manier forderte er zum Beispiel mit Gleichgesinnten bei einer von der Polizei abgesicherten Kundgebung vor dem Landratsamt mit Trommeln, Tanz und Jonglagen den "Erhalt der Kultur vor Ort." Proben für Aufführungen funktioniert er der zu begrenzenden Zahl der Beteiligten wegen offiziell zu Seminaren und Workshops um. Und auch die inhaltlich provokante Auswahl der Stücke spricht für sich: Im Repertoire befinden sich außer dem "Gauklermärchen" etwa das Kabarett "Bekenntnisse eines Ordnungswüters" oder "Die Philosophie des Misstrauens". Kraus lässt fast wie in Diktaturen Kunst für das Leben sprechen. Die "ProVies" treten nun vor allem woanders auf: in Hamburg, Görlitz, auf Usedom. Aufführungen in Hohenbüssow finden draußen auf der neuen Terrasse statt oder im Mandala im Garten. Dennoch, die kleine innovative Bühne soll gerade in Hohenbüssow und damit entgegen dem Trend in der Region bleiben. Leo Kraus setzt auf einen einvernehmlichen Weg: Denn er will kein Theater um sein Theater, sondern einfach nur Theater machen.

proVie Theater im Kreisheimatmuseum
Die Stühle reichten kaum im Kreisheimatmuseum, als POM Baierl alias Leo Kraus und "Herr Maierl" vom Landespolizeiorchester dort die "Bekenntnisse eines Ordnungswüters" aufführten. Baierl, von Maierl auf dem Bandoneon begleitet, war ein aus Bayern abkommandierter Nachwuchswerber für die Polizei, das Publikum die potenziellen Bewerber. Die hätten allerdings einige Voraussetzungen erfüllen müssen. So viele und ausgefallene, dass das Ganze nur satirisch sein konnte, von Kraus mit viel lebendiger Mimik pointiert gespielt. Und immer wieder laut beklatscht.