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Unsere Zusammenarbeit mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Lindenschule in Malchin


Theaterprojekt: Mach Fisch. Ein Spiel über Mobbing



"Wir schlagen uns doch nicht - das ist doch nur Spaß!" "Das sind doch keine Beleidigungen - wir labern doch nur so rum!" Ernst oder Spaß? Gewalt oder Spiel? Die Grenzen zwischen jugendlichem Spiel und Gewaltausübung sind oft fließend. Was ist jugendlicher Spaß? Wo fängt physische und psychische Gewalt an? Warum reagieren Jugendliche so? Am Sonderpädagogischen Förderzentrum Lindenschule Malchin werden seit 2009 Projekte wie z. B. Trommelzauber und Theaterprojekt als Präventionsprojekt durchgeführt. Wobei wir, das pro Vie Theater, gemeinsam mit den Schulsozialarbeiter und dessen Träger "Sozialwerk Malchin Teterow e.V." das Theaterprojekt erfolgreich durchführten. Hieran nahmen bereits Schülerinnen der Realschule teil. Es zeigte sich, dass gerade die kreative und spielerische Herangehensweise eine gute pädagogische Handlungsalternative im Rahmen der Gewaltprä-ventionsarbeit und der Entwicklung von Sozialkompetenzen ist. Mit dem vorliegenden Projekt möchten wir die Arbeit fortführen und intensivieren.

Die Schüler/innen erarbeiten nach eigenen Vorstellungen Alltagsszenarien aus der Erlebenswelt der Jugendlichen. Im Mittelpunkt stehen hierbei folgende gegensätzliche Themen:

- Träume der Jugendlichen versus Wirklichkeit
- Perspektivlosigkeit versus eigene Zukunft in die Hand nehmen
- Wegschauen versus Zivilcourage
- Fremdenfeindlichkeit versus Toleranz

Für die Gewaltprävention liegen hier viele Chancen: Rollenspiel und Rollentausch, Rollendistanz und -vielfalt ermöglichen einen kreativen Umgang mit der Opfer- und der Täterrolle und zeigen spielerisch neue Lösungsansätze für schwierige Situationen.




Theaterprojekt: "Wir machen mal was los"





"Wir schlagen uns doch nicht - das ist doch nur Spaß!"
"Das sind doch keine Beleidigungen - wir labern doch nur so rum!"

Ernst oder Spaß? Gewalt oder Spiel?

Die Grenzen zwischen jugendlichem Spiel und Gewaltausübung sind oft fließend. Auf Schulhöfen, öffentlichen Plätzen, beim Einkaufen oder im Bus hört und sieht man als Erwachsener Situationen, die uns den Kopf schütteln lassen, im inneren sagen "Was ist das nur für eine Jugend?" um sich dann mit dem Fazit wegzudrehen "Wir waren damals anders". Vielleicht waren wir anders - vielleicht aber auch nicht! Richtig ist es aus unserer Sicht, diese Situationen, die uns als Erwachsene beunruhigen und an der Jugend zweifeln lassen, zu thematisieren. Was ist jugendlicher Spaß? Wo fängt physische und psychische Gewalt an? Warum reagieren Jugendliche so? Mit diesen und vielen weitere Fragen beschäftigen sich , Schüler und Schulsozialarbeiter der Siegfried Marcus Schule und der Lindenschule. Hieraus entstand das Projekt "Wir machen mal was los". Es hatte zum Ziel, die Kreativität und Sozialkompetenz der Schüler zu fördern, das Thema Gewalt und Fremdenfeindlichkeit zu thematisieren und so ein Beitrag zur Gewaltprävention zu schaffen. Die Schüler erarbeiteten nach eigenen Vorstellungen Szenarien, die das Thema Gewalt unter Jugendlichen ansprechen. Es ging darum, kein Theaterstück einzustudieren, sondern aus dem Alltag der Schüler Situationen zu entwickeln. Mit dem Schauspieler Leo Kraus vom proVie Theater wurde ein Szenarium einstudiert, indem es sich um gelangweilte, frustrierte und überdrüssige Jugendliche handelt, die endlich "mal was losmachen wollen". Die Szenen sind zwar frei erfunden - könnten sich aber so oder ähnlich zugetragen haben. Im Theaterstück wurde die Trommelgruppe der Lindenschule integriert. Sie studierten gemeinsam mit dem Musiker Amri Habimana und der Schulsozialarbeiterin Rica Düde-Grandke verschiedene temperamentvolle Rhythmen ein.

Die Umsetzung dieses Projektes wurde möglich durch die finanzielle Förderung des Lokalen Aktionsplans im Landkreis Demmin, welches im Rahmen des Bundesprogramms "VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" gefördert wird.